Brief an die Berufsverbände


Im November 2012 wurden, mit folgenden Brief, von der ÄGGP ca. 130 Berufsverbände angeschrieben,  mit der Bitte um Unterstützung.:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

erlauben Sie bitte, dass wir uns Ihnen vorstellen.

Die Unterzeichner vertreten die Ärztliche Gesellschaft für Gesundheit und Prävention (ÄGGP), ein gemeinnütziger, ärztlicher, unabhängiger Verband. Wir beobachten mit Sorge eine teilweise ausufernde, teilweise auch berechtigte Kritik im Zusammenhang mit IGeL-Leistungen und reagieren darauf unter dem Motto „Ärzte für Ärzte“ mit einem integrativen, informativen und datenbankgestützten Internetportal für Ärzte und Patienten („free-med“), in diesem versorgungsrelevanten Bereich ärztlicher Berufsausübung.

In Ihrer 2. Auflage des IGeL-Ratgebers im November 2012 weisen KBV und BÄK auf Folgendes hin:

In einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung gehen knapp 90% der Bürgerinnen und Bürger davon aus, dass Ärzte ihren Patienten Leistungen gegen Bezahlung anbieten, die den Patienten keinen Nutzen bringen und  knapp die Hälfte der Befragten einer weiteren Studie meinen, dass IGeL medizinisch überflüssig sind, es den Ärzten dabei nur um das Geld gehe und dies das Arzt-Patient-Verhältnis belaste.

Wir stellen fest, dass unter den bisherigen Anwendungsbedingungen von und Berichterstattungen über IGeL das Ansehen der Ärzte in der Öffentlichkeit weiter Schaden nehmen wird. Die ÄGGP möchte mit „free-med“ diesem Trend entgegensteuern, der trotz IGeL-Ratgeber nicht gestoppt werden konnte.

Durch Aufklärung und Transparenz, ausgiebige Information und Qualitätsverbesserungen wollen wir alle bisherigen und zukünftigen privatärztlichen Zusatzleistungen und individuellen Gesundheitsleistungen, die wir unter dem Begriff „freie medizinische Gesundheitsfachleistungen“ (kurz: „Freie Gesundheitsleistungen“) subsummieren, wieder in einen positiven Kontext setzen und das verlorengegangene Vertrauen von Patienten zurückgewinnen.

Die ÄGGP bittet hiermit, die Berufsverbände unsere Initiative zu unterstützen und im Interesse Ihrer Mitglieder auf das ÄGGP-Projekt (www.aeggp.de) hinzuweisen.

Wir gehen davon aus, dass in Zukunft unter den bereits spürbaren Rationierungserscheinungen und unter dem ständigen Wissenszuwachs der Medizin, Verfahrens-Zulassungen durch den G-BA nicht mehr mit den Innovationen der Medizin Schritt halten werden, es aber unser aller  Interesse sein muss, die Fortschritte der Medizin, insbesondere in Prävention und Gesundheitsmedizin, zeitnah und versorgungsbezogen an unsere Patienten weitergeben zu können.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns einen Termin – persönlich oder telefonisch – einräumen, um Ihnen das Portal und dessen arzt- und patientenbezogene Funktionen vorzustellen und die weitere gemeinsame Vorgehensweise zu erörtern. Weitere ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.aeggp.de.

Für Ihre freundliche kollegiale Unterstützung bedanken wir uns sehr herzlich.

 

Dr. med. Norbert Panitz

1. Vorsitzender der ÄGGP

 

Dr. med. Gerd Merder

2. Vorsitzender der ÄGGP

 

 

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