Digitale Blutdruckmessung-Praxen sollen Handydaten nutzen können


In dem Bericht  des Ärztenachrichtendiensts vom 09.05.2016 geht es um das Für und Wider der in den Medien heiß diskutierten  Medizin-Apps.

 

Dr. Egbert Schulz, Vorstand des Blutdruckinstituts Göttingen, bringt deutlich zum Ausdruck, dass Apps zur Blutdruckmessung zwar in vielerlei Hinsicht problematisch sein, aber auch ihre Berechtigung hätten. Die bereits täglich über Gesundheitsapps gemessenen und gespeicherten Daten sollten in Zukunft  standardisiert an Arztpraxen übertragen werden, um die Messungen dort zu ergänzen.

Trotz der Apps sei ein unmittelbarer Arzt-Patienten-Kontakt essentiell und könne nicht durch einen „Behandlungsalgorithmus“ ersetzt werden.

Für einen solchen automatisierten Datenaustausch müsse allerding erst ein reguliertes Zertifizierungsverfahren stattfinden, um die Qualität und den Datenschutz zu sichern.

Den Nutzen der Apps sieht Schulz, Mitglied der Kommission für Telemedizin und E-Health der Deutschen Hochdruckliga (DHL), vor allem in der Verbesserung der Patientencompliance  und einer kürzeren Verweildauer von Patienten in den Praxen.

 

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