free-med unterstützt Sie in jedem Punkt


Hinweise zur Erbringung von FGL

free-med unterstützt Sie in jedem Punkt

Der 109. Deutsche Ärztetag hat im Jahr 2006 in seinem Beschluss zum „Umgang mit Individuellen Gesundheitsleistungen“ Grundsätze formuliert, die jeder Arzt beachten sollte, wenn er Selbstzahlerleistungen erbringt. Die folgenden zehn Punkte sind dem Beschluss entnommen. Sie sind nach wie vor gültig.

Sachliche Information

Sachliche Informationen über das jeweilige Angebot Individueller Gesundheitsleistungen sind zulässig. Sie dürfen den Leistungsumfang der GKV nicht pauschal als unzureichend abwerten. Unzulässig sind marktschreierische und anpreisende Werbung und eine Koppelung sachlicher Informationen über Individuelle Gesundheitsleistungen mit produktbezogener Werbung. Individuelle Gesundheitsleistungen dürfen nicht aufgedrängt werden. Gleiches gilt, wenn die Information durch das Praxispersonal erfolgt.

free-med bietet Ihren Patienten ausführliche Informationen über Ihr FGL-Angebot in der wiki-med-Enzyklopädie. Auf Ihrem Arztprofil haben Sie als teilnehmender Arzt sich den dortigen Ausführungen über Ihre speziellen FGL angeschlossen, Ihre Qualifikation zur Erbringung bestätigt und den Kostenrahmen entsprechend der GOÄ festgelegt. Sie erfüllen damit große Teile Ihrer Informationspflicht. Wenn Sie Ihre Patienten auf free-med verweisen, geht die Initiative zur Behandlung immer von diesen aus. Der Hinweis, dass eine Privatbehandlung medizinisch nicht notwendig sei, entfällt damit.

Zulässige Leistungen

Das Angebot Individueller Gesundheitsleistungen muss sich beziehen auf Leistungen, die entweder notwendig oder aus ärztlicher Sicht empfehlenswert beziehungsweise sinnvoll, zumindest aber vertretbar sind. Es darf sich nicht um gewerbliche Dienstleistungen handeln.

free-med schafft mit der Expertise durch zahlreiche Leistungserbringer selbst (Konsensusgruppe) und durch ein Peer-Review-Verfahren mit Experten aus den entsprechenden Fachgebieten für jede anerkannte FGL eine Empfehlung mindestens mit der Empfehlungsstärke „ Good Clinical Practice“ eine Qualitätssicherung der FGL und eine permanente Qualitätskontrolle durch patienteninduzierte Bewertung der FGL.

Korrekte und transparente Indikationsstellung

Bei Leistungen, die bei entsprechender Indikation als Leistungen der GKV zu erbringen sind, besteht eine besondere Verantwortung, eine etwaige Indikation korrekt und zugleich transparent zu stellen. Das gilt insbesondere deshalb, weil oftmals keine klare Grenzziehung möglich ist und weil Patientinnen und Patienten ohne transparente Darlegung der Indikationsstellung deren Richtigkeit kaum überprüfen und nicht eigenverantwortlich über die Inanspruchnahme einer Individuellen Gesundheitsleistung entscheiden können.

free-med ergänzt die von Ihnen gestellte Indikation durch Ausführungen zur FGL in der wiki-medi Enzyklopädie zu Indikation und Risiken und schafft in diesem Bereich Objektivität und Patienten-Wissen in einer allgemeinverständlichen Sprache.

Seriöse Beratung

Jegliche Beratung im Zusammenhang mit Individuellen Gesundheitsleistungen muss so erfolgen, dass die Patientin oder der Patient nicht verunsichert oder gar verängstigt wird, dass nicht zur Inanspruchnahme einer Leistung gedrängt wird und dass keine falschen Erwartungen hinsichtlich des Erfolges einer Behandlung geweckt werden.

free-med erfüllt das Informationsbedürfnis des Patienten außerhalb der Praxis, praxis- und patientenbezogen im Hinblick auf die von Ihnen angesprochene FGL korrekt, zeitnah und medizinisch fundiert.

Aufklärung

Die erforderliche Aufklärung richtet sich nach den für die Patientenaufklärung generell geltenden Regeln. Bei Leistungen, die nicht dem anerkannten Stand der medizinischen Wissenschaft entsprechen, muss umfassend über mögliche Alternativen sowie darüber aufgeklärt werden, warum eine Behandlung mit nicht anerkannten Methoden in Betracht zu ziehen ist. Eine besondere ärztliche Darlegungslast besteht bei Leistungen, die durch Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses von der Leistungspflicht der GKV ausgeschlossen sind oder die aus ärztlicher Sicht nicht als empfehlenswert oder sinnvoll zu betrachten sind. Im Übrigen besteht eine Pflicht zur wirtschaftlichen Aufklärung über die zu erwartenden Behandlungskosten.

free-med entlastet Sie bei Aufklärung durch Information des Patienten zur medizinischen Indikation weitgehend durch Beschreibung der Indikation und Nennung der Alternativen in der wiki-medi Enzyklopädie. Ausführliche Informationen mit allgemeiner Gültigkeit liegen dem Patienten vor, Formulare schaffen Rechtssicherheit für Sie und den Patienten, der Ärztekodex der teilnehmenden Ärzte garantiert dem Patienten Fairness und eine angemessene Rechnungslegung im vorgegebenen GOÄ-Kostenrahmen, der vom Patienten nachvollzogen werden kann.

Angemessene Informations- und Bedenkzeit

Das Recht der Patientinnen und Patienten, eine Zweitmeinung einzuholen, muss nicht nur respektiert werden, ggf. sollten sie sogar aktiv auf diese Möglichkeit hingewiesen werden. Ebenfalls sollten sie darüber informiert werden, dass sie leistungsrechtliche Fragen ggf. mit ihrer Krankenkasse oder mit Dritten klären können. Dem Patienten und der Patientin muss vor Abschluss des Behandlungsvertrages eine der Leistung angemessene Bedenkzeit gewährt werden

free-med übernimmt teilweise diese Auflagen durch ständige Verfügbarkeit und Abrufbarkeit der Informationen zu FGL. Dem Bedürfnis nach weiterer Auskunft kann durch einen Verweis auf free-med entsprochen werden. Darüber hinaus hat der Patient die Möglichkeit, sich im Forum für Ärzte und Patienten weitergehend zu informieren. Ihre Informationspflicht haben Sie durch free-med weitestgehend erfüllt.

Schriftlicher Behandlungsvertrag

Für den Fall, dass Individuelle Gesundheitsleistungen von Vertragsärzten gegenüber gesetzlich Krankenversicherten erbracht werden, schreibt der Bundesmantelvertrag einen schriftlichen Behandlungsvertrag zwingend vor. Er sollte die Leistungen anhand von Gebührenpositionen der Amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) konkretisieren und der Steigerungssatz festlegen sowie den ausdrücklichen Hinweis enthalten, dass die Leistungen mangels Leistungspflicht der GKV privat zu honorieren sind. Ein solcher Behandlungsvertrag sollte auch in Fällen geschlossen werden, in denen er nicht zwingend vorgeschrieben ist.

free-med hält jederzeit rechtssichere free-med-Formulare zur Abrechnung der Leistungen vor, informiert Sie ausführlich über die anzurechnenden (Analog-) Ziffern und Steigerungsfaktoren. Spezielle Problemstellungen, wie z.B. steuerliche Gesichtspunkte (Berücksichtigung des therapeutischen Ziels) oder besondere Anforderungen an die Dokumentation werden in den Formularen berücksichtigt und entlasten Sie in diesem Bereich.

Koppelung mit sonstigen Behandlungen

Von Ausnahmen abgesehen sollten Individuelle Gesundheitsleistungen nicht in Zusammenhang mit Behandlungsmaßnahmen zulasten der GKV, sondern grundsätzlich davon getrennt erbracht werden.

free-med stellt Ihre Spezialsprechstunden für FGL in Ihrer Praxis ins Netz. Sie erfüllen damit die Forderung nach zeitlicher Trennung des GKV-Bereichs und der Selbstzahlermedizin. Außerdem haben Sie die Möglichkeit auf Ihrem persönlichen Arztprofil jederzeit und einfach Veränderungen und Aktualisierungen vorzunehmen.

Einhaltung von Gebietsgrenzen und Qualität

Ärztinnen und Ärzte müssen die Grenzen ihres jeweiligen Fachgebiets auch bei Erbringen Individueller Gesundheitsleistungen beachten. Qualitätsanforderungen der GKV sind zu beachten, wenn sie zugleich dem medizinischen Standard entsprechen.

free-med ermöglicht den Patienten, sich über Ihre Qualifikationen, Ihr Fachgebiet, Ihre Zusatzbezeichnung oder Ihren Schwerpunkt in der Praxis zu informieren. free-med verdeutlicht Ihnen nach § 4 Abs. 2 GOÄ, welche Leistungen Sie selbst erbringen müssen und welche ihr Personal unter Aufsicht nach fachlicher Weisung („eigene Leistung“) erbringen darf.

GOÄ-Liquidation

Die Rechnungsstellung bezüglich Individueller Gesundheitsleistungen erfolgt nach allgemeinen Regeln. Dementsprechend ist Grundlage für die Behandlungsabrechung ausschließlich die GOÄ. Pauschale Vergütungen sind unzulässig.

free-med schafft auch hier Sicherheit in der Rechnungsstellung einschließlich Kostenvoranschläge unter strenger Beachtung der Regelungen der Berufsordnung und der GOÄ durch das Angebot der entsprechenden Online-Formulare.