Patienten sind offen für Freie Gesundheitsleistungen


„Selbst wenn Patienten in der Haus- oder Facharztpraxis nicht zu hundert Prozent vom Sinn einer ihnen offerierten Selbstzahlerleistung überzeugt sind, ist das noch keineswegs ein generelles K.o.-Kriterium. So vertraut rund ein Drittel der Kassenpatienten im Zweifelsfall auf die medizinische Kompetenz ihres Arztes.“[1]

 

In dem Artikel der Ärzte-Zeitung „Patienten vertrauen ihren Ärzten doch!“ vom 16.02.2016 berichtet das Blatt von einer Meinungsumfrage der Techniker Krankenkasse (TK) und des WINEG[2] unter 1000 gesetzlich Krankenversicherten über deren Erfahrung mit Selbstzahlerleistungen, die allerdings bisher noch nicht veröffentlicht wurde.

 

In der Quintessenz des Artikels wird reportiert, dass ca. 60 Prozent der Befragten, die an der Wirkung einer Freien Gesundheitsleistung zweifelten, sich nicht von ihrem Arzt unter Druck gesetzt fühlten, wie es in der Vergangenheit öfter in den Publikumsmedien berichtet wurde.

Entgegen den Aussagen der Verbraucherzentralen und des IGel-Monitors gaben laut der Ärzte-Zeitung nur 6,6 Prozent der Befragten an, sich bei der Inanspruchnahme von Selbstzahlerleistungen überrumpelt gefühlt zu haben.[3]

 

In einer Abschließenden Bewertung der Studienergebnisse bekundet der Pharmazeut und Diroktor des WINEG Dr. Frank Veheyen seinen Standpunkt, dass die Freien Gesundheitsleistungen nicht per se abzuwerten sind: „Die Zweifel der Befragten an privat zu zahlenden Leistungen haben eine handfeste Basis, denn IGeL-Angebote sind nicht immer medizinisch sinnvoll oder notwendig”.[4]

 

 

Interessieren Sie sich für weitere Ergebnisse aus der Studie?

Hier gelangen Sie zum Originalartikel.

 

 

Verweise:

[1] http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/igel/article/904967/selbstzahler-leistung-patienten-vertrauen-ihren-aerzten.html?sh=2&h=1254138815 ; Abrufdatum: 23.02.2016

[2]  Wissenschaftliches Institut für Qualität und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG)

[3] Siehe Verweis 1

[4] Siehe Verweis 1