Presseerklärung der ÄGGP zu free-med


free-med- das IT-Projekt der ÄGGP zur Selbstzahlermedizin

Die gemeinnützige unabhängige Ärztliche Gesellschaft für Gesundheit und Prävention (ÄGGP) versteht ihre Aufgabe darin, Präventions- und Gesundheitsmedizin zu fördern. “Auch wenn die Gesetzliche Krankenversicherung eine ausreichende Versorgung bereitstellt, die das Maß des Notwendigen allerdings nicht überschreiten darf, gibt es nichts, was man nicht auch verbessern kann”, erklärt der 1. Vorsitzende Dr.med. Norbert Panitz, FA für Nervenheilkunde und Psychosomatische Medizin. “Wir schließen eine klaffende Informationslücke zwischen Patient und Arzt.”

Im Rahmen privatärztlichen Zusatz– oder Gesundheitsleistungen werden in diesen Bereichen ärztlicherseits auf der Grundlage qualitätsgesicherter Diagnostik und allgemein anerkannter therapeutischer Verfahren seit Jahrzehnten auch viele fachlich fundierte Leistungen angeboten, die durch die gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt werden, aber einen beträchtlichen Beitrag zur medizinischen Versorgung in Deutschland beitragen. Ein Teil dieser Leistungen werden als IGeL seit 1998 bezeichnet, 386 davon in der MEGO-Liste 2011 aufgeführt.

Da deren Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden, müssen diese privat bezahlt werden und da sie außerhalb des Genehmigungsverfahrens des G-BA Anwendung finden und krankenkassenseitig unabhängig sind, handelt es sich zusammengefasst um Freie Gesundheitsleistungen, wie die ÄGGP alle Leistungen aus der Selbstzahlermedizin nennt.

Die Indikationsstellungen zu individuellen Gesundheitsleistungen ergeben sich häufig erst im Behandlungsverlauf und dies im nichtöffentlichen Raum der Arzt-Patienten-Beziehung. Die allseits geforderte Transparenz führt in der Öffentlichkeit naturgemäß zu einem hohen Informationsbedarf, der bislang nicht gedeckt ist und Anlass gab, Teile der FGL kritisch zu hinterfragen.

Für eine Verbesserung der Transparenz, Patientenaufklärung und Qualitätskontrolle dieser Freien Gesundheitsleistungen steuert die ÄGGP unter ihrer Leitung das Info-Portal free-med bei, das diese Informationslücken schließen hilft.

Jeder Arzt kann seine medizinischen Zusatzleistungen auf dem IT-Portal hinterlegen. Jedem Patienten ist es nun möglich sich dort rund um die angebotenen Gesundheitsleistungen ausführlich zu informieren, sich mit anderen Patienten über diese Leistungen nach Registrierung auszutauschen, Kontakt mit dem Arzt in seiner Nähe und seiner Wahl aufzunehmen und von dessen Spezialsprechstunde für Freie Gesundheitsleistungen Gebrauch zu machen.

Der Verhaltenskodex, dem sich alle teilnehmenden Ärzte und Ärztinnen angeschlossen haben, stellt das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt in den Vordergrund. Der Patient kann sich sicher sein, dass die teilnehmenden Ärzte und Ärztinnen dem präventiven Ansatz in der Medizin gegenüber offen sind. Er kann von einem fachärztlichen Qualitätsstandard ausgehen, von einer maßvollen Honorarforderung und korrekten Abrechnung.

Wenn diese Leistungen von den zuständigen Fachverbänden (Berufsverbänden oder Fachgesellschaften) oder von ÄGGP -Experten hinsichtlich der medizinischen Sinnhaftigkeit empfohlen wurden und aufgrund der Qualifikation der Anbieter die Indikation gestellt und die methodische Ausführung fachgerecht erbracht werden kann, werden diese von der ÄGGP gekennzeichnet. Der rote Punkt in unseren Listen der Gesundheitsleistung stellt also ein Qualitätsmerkmal dar, meint Dr. med. Gerd Merder, FA für Gynäkologie, 2. Vorsitzender der ÄGGP.

Arzt und Patient stehen nicht nur ein lückenloser hoher Datenschutz zur Verfügung, die ÄGGP stellt auch sicher, dass persönliche Daten nicht an Dritte weitergegeben werden.

Das Portal sorgt somit für eine größere Transparenz und Sicherheit für Arzt und Patient. Free-med stellt u.a. ein lückenloses rechtsverbindliches Formularwesen zur Verfügung. Ein Ergebnis von free-med sollte neben vielen anderen sein: mehr Zeit im Behandlungsraum für den Patienten und ein besserer Vertrauensschutz der Arzt-Patient-Beziehung.

 

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