Treffen der G7- Gesundheitsminister Berlin


In der Pressemitteilung vom 9. Oktober 2015 des Bundesministeriums für Gesundheit werden die Ergebnisse des Gipfeltreffens der Gesundheitsminister beleuchtet. Die sieben Gesundheitsminister der führenden Industriestaaten- USA, Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland- trafen sich auf Einladung des Bundesgesundheitsministers Hermann Gröhe in der deutschen Hauptstadt Berlin, um an zwei Tagen (8. und 9. Oktober 2015) über die globale Gesundheitslage und multinationale Probleme im Gesundheitswesen zu diskutieren.

Auf der Tagesordnung standen die aktuelle Problematik der Antibiotika-Resistenzbildung und  die Ebola-Epidemie in Westafrika 2014, die weltweit für Aufsehen sorgte, sowie die Rolle der Weltgesundheitsorganisation WHO bei der Unterstützung der Bewältigung globaler Gesundheitskrisen.

Als ein Ergebnis des Treffens wurde eine Erklärung zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenzen verabschiedet, welche vorsieht, die Verschreibung von Antibiotika nur nach individueller Diagnostik zu gewährleisten, also eine Antibiotikabehandlung unabdingbar nötig ist. Weiterhin sollen neue Antibiotika schneller auf den Markt kommen, ärmere Länder mit einem schwächer gestelltem Gesundheitssystem unterstützt und ein globales Netzwerk von Antibiotika-Experten geründet werden.

Um bei derartigen Gesundheitskrisen  schneller und effektiver reagieren zu können bräuchten, laut dem Artikel über das G7-Treffen des Bundesministeriums für Gesundheit (http://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/2015/g7-gesundheitsministertreffen-berlin.html), „widerstandsfähige Gesundheitswesen“. So ist ein Unterstützungsprogramm für solche Fälle entworfen worden, „das 2016 mit 4 Millionen Euro startet und für 5 Jahre geplant ist.“ Dieses Beinhaltet Hilfestellung bei der Stärkung der Gesundheitswesen, ein Ausbildungsprogramm für Personal zum Management solcher Gesundheitskrisen und ein Team aus Epidemiologen und Laborexperten des Robert-Koch-Instituts und Bernhard-Nochts-Instituts, welches effizient und zügig vor Ort Hilfe leisten soll.

Zudem sei die Krisenreaktionsfähigkeit der WHO zu verbessern, was durch einen Notfallfonds für globale Gesundheitskrisen und eine globale Einsatztruppe für gesundheitliche Notlagen umzusetzen sei.

Zusammengefasst soll also die Gesundheitspolitik ihren Fokus auf eine globale Verbesserung des Gesundheitsmanagements richten um die Gesundheit im eigenen Land gewährleisten zu können.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: “Wir müssen Gesundheit mehr denn je global denken – denn Krankheiten machen nicht an Staatsgrenzen halt. Nur mit gemeinsamen internationalen Anstrengungen werden wir die Menschen auch in Deutschland wirksam vor multiresistenten Keimen und grenzüberschreitenden Epidemien schützen können. Deshalb ist es gut, dass wir im Kreise der G7-Gesundheitsminister jetzt unsere Kräfte bündeln, um im Kampf gegen globale Gesundheitsgefahren voranzugehen. Das ist ein starkes Zeichen für eine globale Gesundheitspolitik.”

 

Quellen:

1)      http://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/2015/g7-gesundheitsministertreffen-berlin.html

2)      http://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/dateien/

Pressemitteilungen/2015/2015_04/151009-34_PM_G7_Minkonferenz.pdf

3)      https://www.youtube.com/watch?v=mRuhM6SfVHw