Blick voraus


Ein Blick voraus – free-med und social medical media auf dem Weg  (Quo vadis Gesundheitssystem)

 Zukunftsperspektiven:

Die Gesundheitsversorgung  wird in Zukunft auch im Sinne von Gesundheitswirtschaft eine noch wichtigere Rolle spielen. Einigkeit besteht darüber, dass im Zuge der demografischen Entwicklung die Gesundheitswirtschaft wichtiger Industriezweig werden wird bzw. sich bereits auf dem Weg befindet. Bereits jeder 7. Arbeitsplatz ist im Gesundheitswesen angesiedelt. “Markttreiber Gesundheitswirtschaft”  war der Titel einer Tagung des BDI im Oktober 2012.  Ärzte fanden nur einmal Erwähnung, und zwar im Zusammenhang mit Sparmaßnahmen.  An der Wertschöpfungskette sind sie lediglich als Leistungserbringer beteiligt, nicht am Umsatz und Gewinn.

In Zukunft wird die immense Wissensentwicklung auf dem Gesundheitssektor   unter dem Kostendruck und Sparzwang sich  nicht mehr im GKV-Katalog darstellen lassen. Man darf davon ausgehen, dass in den letzten 10 Jahren gerade 5% des 300%igen Wissenszuwachses in konkrete GKV-Leistungen umgesetzt werden konnten.

Eine Studie der KBV hat 2012 ergeben, dass ein erheblicher Investitionsstau in den deutschen Praxen besteht. Hat die Gesellschaft vergessen, dass die Wertschöpfungskette in der ärztlichen Behandlung ihren eigentlichen Gewinn erzielt?

Hat sie  noch nicht realisiert, dass Wertschöpfung im Dienstleistungsbereich der Gesundheitswirtschaft einen beträchtlichen Beitrag zur Volkswirtschaft leistet.

Innovation und Investition sollten, wie in jeder Branche,  Leitmotive für eine zukunftsfähige Medizin sein. Deutschland ist dabei, seine anerkannte Rolle im internationalen Vergleich zu gefährden.

Es scheint vergessen zu werden, dass jede erbrachte Leistung ( auch die privatärztliche ) zur Gesunderhaltung und Krankenversorgung auch eine volkswirtschaftlich sinnvolle Leistung ist. Während wir unsere Produktion ins Ausland verlagern, werden in Zukunft Menschen aus diesen Ländern auf den hochentwickelten Medizinservice in unserem Land zurückgreifen wollen und dies nicht nur innerhalb der Spezialkliniken. „Deutschland – Land der Gesundheit“, ein Projekttitel der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit (DEUGE), muss heute  mit einem Fragezeichen versehen werden.

Gesundheit erhält in Zukunft ein neues Gesicht: das des mündigen Patienten.

Die herkömmliche Idee der reparativen Medizin und das heraufziehende Zeitalter nahezu totaler informativer Freiheit schafft ein neues Gesundheitsverständnis.  Den informierten, kritischen und selbstbewussten Patienten  gibt es bereits. 40 % aller Patienten informieren sich über ihre Krankheit und Behandlung über das Internet mit zunehmender Tendenz. Die Arzt-Patienten-Beziehung  bekommt ein verändertes, bestenfalls  partnerschaftliches Profil.

In seinem neuen kritischen Selbstbewusstsein und Selbstverständnis, wie wir es bereits täglich in Praxen erleben, wird der Patient eine bestmögliche Leistung und ein effektives Krankheitsmanagement erwarten, aber gleichzeitig auch bereit sein, sich über die Krankheitsvermeidung und Gesunderhaltung und somit auch Krankheitskostensenkung umfassend zu informieren und in seine Gesundheit zu investieren.

Dass  auch der Wettbewerb unter den Ärzten  bald eine größere Rolle spielen wird, hat das Gutachten des Sachverständigenrates im Gesundheitswesen  2012 im August unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. Noch ist dabei der Wettbewerb zwischen ambulant und stationär  nicht ausgerufen, aber längst ist er zwischen Kliniken an der Tagesordnung.  Es besteht kein Zweifel daran, dass die Bundesregierung dem Wettbewerb im Gesundheitssystem eine größere  Rolle beimessen wird. So wird in Zukunft zwischen besseren und guten Ärzten unterschieden werden.

Um nicht mehr nur zu reagieren auf diese und andere Entwicklungen, müssen wir niedergelassene Ärztinnen und Ärzte selber wieder das Heft des Handelns  in die Hand nehmen. Die ÄGGP hat  das IT-Portal free-med ins Leben gerufen.

free-med soll  die ambulante Medizin für social medical media  öffnen und dort Gesundheitsfachleistungen jeder Art zur Deckung  jeden Bedarfs an medizinischer Versorgung  von Krankheiten anbieten und  eine Medizin der umfassenden Gesundheitserhaltung und nachhaltigen Verringerung der Entstehung von Krankheiten  etablieren.

free-med  ist eine  Plattform  für qualitativ hochwertige  Leistungen der ärztlichen Gesundheitsförderung,  zur Vorsorge von Gesundheitsstörungen und Alltagskrankheiten, zur Bedarfsdeckung   individueller Gesundheitsmedizin  und zur  speziellen Prävention außerhalb der GKV-Leistungen.

Die Zukunft einer internetbasierten Information der Ärzteschaft hat somit auch mit free-med begonnen.  Vergessen Sie dabei nicht: free-med ist ein Projekt von Ärzten für Ärzte! Es vertritt rein ärztliche und patientenbezogene Interessen.