Unruhe mit IGeL garantiert!


Selbstzahlerleistungen werden auch 2014 ein beliebtes Thema der Medien und Kassen sein. Bei vielen Ärzten gibt es noch Defizite im Umgang mit IGeL. Jetzt ist es an der Zeit, diese offensiv auszugleichen.

Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) und der verantwortungsvolle Umgang mit ihnen im Praxisalltag wurden im zu Ende gehenden Jahr wieder heftig diskutiert.

Ein Anlass war mit Sicherheit das im Februar in Kraft getretene Patientenrechtegesetz, das niedergelassenen Vertragsärzten oktroyiert, an Selbstzahlerleistungen interessierten Patienten bereits im Angebotsgespräch – und damit vor Beginn der Behandlung – die voraussichtlichen Kosten zu beziffern.

Das impliziert aber bereits, dass die Ärzte im Praxisalltag neben der gesetzlich geforderten Aufklärungspflicht auch der Pflicht nachkämen, vor dem Wunsch-Eingriff einen schriftlichen Behandlungsvertrag vorzulegen, der – basierend auf der GOÄ – Art und Umfang der Leistung ersichtlich und mit der Unterschrift des Patienten die Inanspruchnahme auch verpflichtend macht.

Defizite gibt es bei der Patientenaufklärung

Wie nicht anders zu erwarten, hakt es im oft hektischen Hausarztalltag – dieser darf aber nicht als Entschuldigungsgrund herangezogen werden – bereits an der Aufklärung der Patienten.

Wie das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) in einer Umfrage zu Jahresbeginn herausgefunden hatte, hatten nur 46,2 Prozent der teilnehmenden Patienten eine Aufklärung erfahren bezüglich der Zuverlässigkeit der im Rahmen ihres nachgefragten Selbstzahlerangebotes angewandten Untersuchungsmethode. 39 Prozent der Patienten gaben an, dies sei sogar gar nicht thematisiert worden.

Bleibt die Frage, wie niedergelassene Vertragsärzte ihre Praxisabläufe organisatorisch so optimieren können, dass sie alle gesetzlichen IGeL-Mindestanforderungen erfüllen.

Quelle: Ärzte Zeitung online, 12.12.2013, Matthias Wallenfels

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