UPD-Bericht: Patienten haben mit IGeL selten ein Problem


Die Kritiker Individueller Gesundheitsleistungen (IGeL) könnten ab Juli in ziemliche Erklärungsnöte kommen. Dann veröffentlicht die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) ihren ersten Jahresbericht. Danach sind IGeL-Probleme für Patienten kein Thema.

Die UPD ist ein als gemeinnützige GmbH geführter deutschlandweiter Verbund unabhängiger Beratungsstelle für Patienten. Bekannteste Träger: der Sozialverband VDK und der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Die UPD, die sich als „Wegweiser und Lotse durch das hiesige Gesundheitswesen“ versteht, ist vom GKV-Spitzenverband beauftragt worden, Patientenberatung als Regelleistung für alle GKV-Versicherten anzubieten.

Zum Portfolio der UPD gehört, einmal jährlich dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten einen Bericht zu schicken. Zitat: „Darin informiert sie über Erkenntnisse ihrer Beratungsarbeit und über Hinweise auf Problemlagen im Gesundheitswesen.“ Adressat des Erst-Berichts in diesem Jahr: der CSU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Zöller.

Der plauderte, als das Thema IGeL mal wieder im Raum stand, beim Bayerischen Gesundheitsforum (BGF) in München vorab schon mal ein wenig aus dem Nähkästchen. Eine Aussage des kommenden Berichts ist demnach, dass von ungefähr 100.000 UPD-Beratungsfällen ganze 79 dem Thema IGeL zugerechnet werden konnten. Der Problemhaushalt von IGeL liegt demnach bestenfalls bei unter 0,1 Prozent. Das ist statistisch irrelevant und politisch eine absolute Nebensächlichkeit. Es wird interessant sein zu beobachten, wie eingefleischte IGeL-Kritiker darauf reagieren werden.

publiziert am 02.05.2013, Quelle: hippokranet

Kommentar erstellen